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Tracing the End of a Cold War

Undivided: Encounters with America

Timeline: 1984-1990

1983/84
Die USA gaben mit einer veränderten Außenpolitik den Ländern des Ostblocks ein größeres und differenzierteres Gewicht. Erich Honecker machte mit seiner Dialogpolitik sowie einer entspannteren Kirchenpolitik anlässlich der Gedenkfeiern zum 500. Geburtstag Martin Luthers auf sich aufmerksam. Eine US-Kongress-delegation und Richard Burt, Unterstaatssekretär im State Department, besuchten die DDR. (Siehe bpb)

1984
Im Mai veranstaltete das Center for European Studies der Harvard University eine dreitägige Konferenz zum Thema GDR Politics and Society. An der Tagung nahmen über 70 Wissenschaftler teil. (Siehe Gaida, Burton C., S.227)

1984
An der Freien Universität Berlin fand eine Konferenz zu dem Thema DDR-Forschung in den USA: Berichte, Erfahrungen und Perspektiven statt. (Siehe Gaida, Burton C., S.228)

Februar 1984
Unterstaatssekretär Richard Burt besuchte Ost-Berlin und sprach mit SED-Politbüromitglied Hermann Axen, DDR-Außenminister Oskar Fischer und dem stellvertretenden DDR-Außenminister Kurt Nier. (Siehe Ostermann, Christian M., S.179)

10. Mai 1984
Als Antwort auf das Fernbleiben der USA an den Olympischen Spielen von Moskau 1980 (wegen des Einmarsches der UdSSR in Afghanistan) sagte die DDR sagt ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Los Angeles ab. (Siehe Lexikon 4. Oktober 1984)

Am Rande der UNO-Vollversammlung trafen sich US-Außenminister Schultz und DDR-Außenminster Oskar Fischer. Fischer sprach danach vor dem Council on Foreign Relations. (Siehe Große, Jürgen, S.72)

Oktober 1984
Gerhard Basler, Institut für Internationale Politik und Wirtschaft (IPW) in Ostberlin, besuchte das 1983 gegründete American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) in Washington. Der Direktor des AICGS, Robert Gerald Livingston, stellte ein Kooperationskonzept vor. (Siehe Große, Jürgen)

1985
Besuch amerikanischer Kriegsveteranen anlässlich des 40.Jahrestages des Kriegsendes in Torgau.
(Siehe Große, Jürgen, S. 75)

1985
Tour der New Yorker Philharmoniker durch die DDR. (Siehe Gaida, Burton C., S.209)

1985
Gespräche zwischen Rüstungsexperten der USA und der DDR im Januar und Dezember 1985 sowie im März und November 1986. (Siehe Ostermann, Christian M., S.180)

1985
Die US-Ausstellung Architektur Heute wurde in der Ost-Berliner Bauakademie gezeigt. (Siehe Gaida, Burton C., S.239)

Mai 1985
Beim Treffen der Handels- und Wirtschafträte DDR-USA waren Devisenprobleme und die Meistbegünstigungsfrage die weiterhin ungelösten Fragen. (Siehe Große, Jürgen, S. 75)

April 1985
Der stellvertretende DDR-Außenminister Nier traf den stellvertretenden US-Außenminister, Michael Armacost, und den Abteilungleiter im US-Außenministerium, Thomas Niles. (Siehe Ostermann, Christian M., S.180)

16. September 1985
Francis J. Meehan ist der neue US-Botschafter in Ostberlin. Er leitete bis zum 30. November 1988 die US-Botschaft. (Siehe State Department)

30. Juni 1985
Senator Joseph R. Biden, Vorsitzender des außenpolitischen US-Senatsausschusses, besuchte Ostberlin und führte ein Gespräch mit DDR-Außenminster Fischer. Biden regte einen Parlamentarieraustausch an. (Siehe Große, Jürgen, S. 76)

1986
Besuch einer elfköpfigen Delegation des US-Repräsentantenhauses unter der Leitung von Thomas P. Lantos. Erich Honecker empfing die Delegation. Es war der wichtigste Besuch von amerikanischen Parlamentariern in der DDR von 1974 bis 1989. " Das Spektrum der amerikanischen Forderungen reichte von einer Beseitigung der Mauer, über die Entschädigung jüdischer Opfer und der Befriedigung anderer Vermögensansprüche bis hin zum Abzug." (Siehe Große, Jürgen, S.78 und Lexikon)

Botschafterin Rozanne Ridgway erklärte vor dem American Council on Germany " die Bereitschaft Washingtons' trotz Meinungsverschiedenheiten in vielen "Grundsatzfragen " progmatischere und "geschäftsmäßigere Beziehungen" zur DDR anzustreben." (Siehe Große, Jürgen, S. 81)

Amerikanischen Studenten von 17 US-Universitäten hielten sich an DDR-Hochschulen, wie z.B. der Hochschule für Ökonomie in Ostberlin, auf. Die Aufenthalte hatte das AICGS organisiert. (Siehe Große, Jürgen, S.179)

1986
25 amerikanische Studenten nahmen an einem Wirtschaftsseminar an der Hochschule für Ökonomie in Ost-Berlin teil. (Siehe Gaida, Burton C., S.230)

1987
Zum ersten Mal wurde zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der DDR ein Wissenschaftleraustausch im Rahmen eines Fulbright-Programms vereinbart. Im Zeitraum 1987/88 nahmen jeweils 9 Akademiker (Universitätsdozenten, Wissenschaftler an Forschungseinrichtungen, Studenten) an dem Programm teil. (Siehe Große, Jürgen, S. 180)

Die Universitätsvereinbarung zwischen der Humboldt-Universität Berlin und der Johns Hopkins University wurde um 5 Jahre verlängert. (Siehe Große, Jürgen)

1987, 1988
John C. Whitehead, stellvertretender US-Außenminister, reiste nach Ostberlin, um die Eigenständigkeit und den Reformwillen der DDR-Führung zu prüfen. Im Mai 1988 weilte Hermann Axen als ranghöchster DDR-Vertreter in den USA. Da er bei seinen Gesprächen u.a. mit dem US-Außenminister George Shultz jegliches Entgegenkommen in der Entschädigungsfrage und innenpolitischen Reformwillen vermissen ließ, kühlten die Beziehungen rasch wieder ab. (Siehe bpb)

12. Juni 1987
Rede von Präsident Reagan vor dem Brandenburger Tor. (Siehe Große, Jürgen, S. 85)

September 1987
Der Kongressabgeordnete Tom Lantos kritisiert in einem Brief an Erich Honecker die Darstellung der USA im Lehrbuch "English for You". (Siehe Große, Jürgen, S. 84)

Oktober 1987
Amerikanische Parlamentarier unter der Leitung von Steny H. Hoyer, Vorsitzender der Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, trafen mit Herman Axen, Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses der DDR-Volkskammer zusammen. (S.86; Siehe Große, Jürgen, S. 86)

Mai 1988
Erster Besuch eines SED-Politbüromitglieds in Washington. Hermann Axen hielt einen Vortrag am AICGS. Er traf den US-Außenminister George P. Schultz, den stellvertretenden US-Außenminister John C. Whitehead, die Abteilungsleiterin für europäische und kanadische Angelegenheiten im Außenministerium Rozanne Ridgway, Handelsminister William Verity, Rabbiner Israel Miller, den Weltbankpräsident Robert Mc Namara und namhafte Kongressabgeordnete. (Siehe Große, Jürgen, S. 91, 93; Ostermann, Christian M., S.181)

1988
Im Länderbericht zur Lage der Menschenrechte 1988 des State Department wurde erneut die Berliner Mauer kritisiert. (Siehe Große, Jürgen, S. 92)

1988
Der stellvertretende US-Außenminister John C. Whitehead nahm an einer Ost- West-Sicherheitskonferenz in Potsdam teil. Er forderte politische Reformen und die marktwirtschaftliche Öffnung der DDR. (Siehe Ostermann, Christian M., S.182; Los Angeles Times)

Juni 1988
Der stellvertretende Minister für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR Günter Heidorn und der US-Botschafter Francis Joseph Meehan unterzeichneten in Berlin eine Vereinbarung über einen Wissenschaftleraustausch im Rahmen des Fulbright-Programms für die Dauer von 2 Jahren. (Siehe Große, Jürgen, S. 180)

Oktober 1988
Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses Edgar M. Bronfman besuchte die DDR. (Siehe Große, Jürgen, S. 100)

10. November 1988
Der stellvertretende US-Außenminister John C. Whitehead erörterte mit Erich Honecker bestehende Differenzen. Er sprach über die "seit Jahren verhandelten Vermögensforderungen", Menschenrechtsfragen und die Verbesserung der Handelsbeziehungen. In diesem Gespräch wurde u.a. das Projekt einer Ausstellung über den amerikanischen Film in der DDR besprochen. (Siehe Große, Jürgen, S. 88, 90)

November 1988
Grundsteinlegung der Neuen Synagoge in Ostberlin und Gründung eines internationalen Kuratoriums zur Förderung der Stiftung "Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum" Daran nahm eine Delegation der amerikanischen hebräischen Kongregationen unter der Leitung von Rabbiner Philip Hiat teil. (Siehe Große, Jürgen, S. 100, 134)

19. Dezember 1988
Richard Clark Barkley wird neuer US-Botschafter in Ostberlin. Er leitet die Botschaft bis zum 2. Oktober 1990. (Siehe State Department)

1989
Antrittsbesuch von Botschafter Richard Barkley bei Egon Krenz. (Siehe Große, Jürgen, S. 101 und Video)

März 1989
Besuch einer Kongressdelegation unter der Leitung von Dan Rostankowski in Ostberlin. "...in seinem Dankschreiben für den Empfang erinnerte Dan Rostankowski, der den Vorsitz im Haushaltsausschuss des Repräsentantenhaus führte, daran, dass, ‘Die Aufrechterhaltung der Mauer durch Ihre Regierung und durch Ihr Versäumnis, die rechtmäßigen Ansprüche amerikanischer Bürger und jüdischer Gruppen zu erfüllen, ernsthafte Hindernisse" zur Lösung der bilateralen Probleme darstellten." (Siehe Große, Jürgen, S.103)

Mai 1989
Präsident Bush besucht die Bundesrepublik Deutschland. In seiner Rede am 31. Mai 1989 in Mainz sagte er: " Die ‘Mauer ist ein Monument des Versagens des Kommunismus. Sie muss fallen." (Siehe Große, Jürgen, S. 102)

Juni 1989
Auf einer Pressekonferenz bezeichnet US-Außenminister James Baker die Mauer als ein "Symbol der Unfreiheit" "Er verlangte ihre Beseitigung, Freiheit für ganz Berlin und das Selbstbestimmungsrecht für alle Deutschen." (Siehe Große, Jürgen, S. 104)

August 1989
"Eine Delegation des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses unter der Leitung seines Vorsitzenden, Lee Aspin, bereiste auf Einladung des Volkskammerausschusses für Nationale Verteidigung im August 1989 in die DDR." (Siehe Große, Jürgen, S. 105)

9. November 1989
Mauerfall

Juni 1990
Besuch des DDR Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere in Washington. Dies war der erste und einzige Washington-Besuch eines DDR-Regierungschefs. (Siehe Zelikow and Rice, S. 289)

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